Der Januar ist der perfekte Monat für alle, die Wohnmobilreisen außerhalb der Saison lieben. Dafür braucht es weder lange Ferien noch komplizierte Pläne: 2–4 Tage, ein paar einfache Routen und die Lust, langsamer zu werden, reichen völlig aus.
Außerdem ist diese Zeit ideal für internationale Reisende auf längeren Touren, die das authentischere Italien entdecken möchten – abseits der bekanntesten Hotspots.
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Hier kommen einige Ideen für kurze Wohnmobilrouten im Januar – wenig bekannt, aber voller Charakter, Natur und Geschichte.
Alto Monferrato und Val Bormida
Piemonteser Hügel zwischen Burgen und Nebenstraßen
Das Alto Monferrato ist ein Grenzland – wenig besucht, überraschend und im Januar besonders still. Kleine Orte wirken hier, als wäre die Zeit stehen geblieben.
Startpunkt kann Acqui Terme sein: eine elegante, ruhige Stadt, deren Altstadt man entspannt erkundet – und in der die Thermalwasserquelle selbst an den kältesten Tagen noch dampft. Von hier geht es ins Herz des Alto Monferrato, über sanfte Hügelrouten, die steinerne Dörfer wie Visone, Grognardo und Cartosio miteinander verbinden.
Weiter Richtung Val Bormida (Piemont) bleibt die Landschaft ländlich und authentisch. Spigno Monferrato ist eine ideale Etappe, um innezuhalten und die historische Architektur des Ortes zu genießen – eingebettet in Hügel, die ganz natürlich zur Pause und zum langsamen Reisen einladen.
Wer noch näher an die Natur möchte, plant einen Abstecher zum Sacro Monte di Crea (UNESCO-Welterbe): gut begehbare Hügelwege, auch im Winter, führen durch Wälder, vorbei an historischen Kapellen und zu Aussichtspunkten über das Monferrato.
Die lokale Küche begleitet die Reise mit einfachen, saisonalen Gerichten wie Agnolotti, Polenta, ländlichen Suppen und traditionellen Süßspeisen mit Haselnüssen, typisch für die piemontesischen Hügel.
Val Trebbia und Val Tidone
Stiller Apennin zwischen Dörfern und Flüssen
Zwischen Emilia-Romagna und der Lombardei zählen das Val Trebbia und das Val Tidone zu den authentischsten Gegenden des nördlichen Apennins. Im Januar wirkt die Landschaft reduziert – und genau das macht die Reise so intensiv und entschleunigt.
Der ideale Start ist Bobbio, ein mittelalterlicher Ort mit der berühmten „Buckelbrücke“. Die kompakte Altstadt lässt sich auch im Winter wunderbar zu Fuß erkunden – mit Gassen, Plätzen und Blicken auf den Fluss. Von hier folgt ihr dem Lauf des Trebbia, einem der eindrucksvollsten Flüsse Italiens, durch ein Gebiet aus Wäldern, Flussufern und kleinen Siedlungen.
Weiter talwärts lohnt ein Stopp in Travo, einem unaufgeregten Dorf, umgeben von Hügeln und Feldern. Richtung oberes Tal bieten Orte wie Corte Brugnatella weite Ausblicke und ein angenehm abgeschiedenes Gefühl – ideal für alle, die außerhalb der Saison unterwegs sind und eine echte Natur-Etappe suchen.
Das Val Tidone, parallel und sanfter, zeigt eine andere, ergänzende Landschaft: weichere Hügel mit Weinbergen, Feldern und kleinen Orten wie Pianello Val Tidone und Ziano Piacentino. Die Nebenstraßen laden dazu ein, ohne festen Plan zu fahren, anzuhalten und spontan zu entdecken.
Auch kulinarisch passt diese Region perfekt zum Winter: Anolini in brodo, Pisarei e fasö, Polenta und Gerichte aus der bäuerlichen Tradition – ideal, wenn ihr nach einem Tag draußen ins Wohnmobil zurückkehrt.
Die weniger bekannte Garfagnana
Toskanische Berge und historische Wege
Die Garfagnana ist eine andere Toskana – fern von den klassischen Postkartenmotiven und den großen Besucherströmen. Eine bergige, raue und authentische Region, die sich im Januar von ihrer ehrlichsten Seite zeigt.
Ein guter Start ist Castelnuovo di Garfagnana, ein kompakter Ort mit lebendiger Altstadt auch außerhalb der Saison, geprägt von der Rocca Ariostesca. Von hier führt die Route entlang des Serchio-Flusses zu weniger bekannten Dörfern wie Pieve Fosciana und San Romano in Garfagnana, wo der Alltag noch dem Rhythmus der Jahreszeiten folgt.
Weiter ins Innere wird die Landschaft deutlich alpiner. Vagli di Sotto am Stausee wirkt im Winter besonders stimmungsvoll, wenn Stille und tief stehendes Licht die Szenerie verstärken. Ganz in der Nähe liegt Isola Santa, ein winziges Steindorf zwischen Bergen und Wasser – wie aus der Zeit gefallen, perfekt für eine ruhige, kontemplative Etappe.
Wer gerne wandert, findet in der Garfagnana auch im Winter gut machbare historische Wege. Einige Abschnitte der Via del Volto Santo eignen sich für kurze Spaziergänge durch Wälder, über alte Pfade und zu Panoramapunkten – ideal, um Fahrt und Bewegung entspannt zu kombinieren.
Die Küche ist stark mit Region und Saison verbunden: Gerichte wie Dinkelsuppe, Necci und Castagnaccio erzählen von einer bäuerlichen Tradition mit einfachen Zutaten und ehrlichen Aromen – perfekt für eine entschleunigte Reise.
Valle del Tordino und die Hügel von Teramo
Abruzzen zwischen Dörfern und sanften Landschaften
Das Valle del Tordino und die Hügellandschaft von Teramo zeigen eine weniger erzählte Seite der Abruzzen – fern der bekanntesten Ziele und perfekt für Reisen mit Wohnmobil, Campervan oder Caravan.
Beginnen könnt ihr in Teramo, einer angenehmen, überschaubaren Stadt – ideal für einen Spaziergang durch die Altstadt zwischen Plätzen, Kirchen und Blicken auf den Fluss. Von hier geht es auf ruhigen Straßen das Tordino-Tal hinauf. Ein wichtiger Stopp ist Castelli, bekannt für seine Keramiktradition, auf einem Grat gelegen mit weitem Blick Richtung Gran Sasso.
Weiter nördlich beeindruckt Civitella del Tronto mit einer der größten bourbonischen Festungen Europas. Sie dominiert die Umgebung und schenkt weite, stille Panoramen – im Winter besonders reizvoll, wenn kaum Besucher unterwegs sind.
Richtung Hügelland wird die Landschaft weicher. Atri mit seiner Kathedrale und den umliegenden „Calanchi“ verbindet Natur und Geschichte auf schöne Weise. Kleine Orte der Teramo-Hügel wie Notaresco erzählen von einem landwirtschaftlich geprägten, echten Abruzzen – mit Feldern, Rebzeilen und Nebenstraßen, die zum langsamen Fahren einladen.
Hügelwege und Routen zwischen Landschaft und Fluss ermöglichen auch in der kalten Jahreszeit kurze Spaziergänge – perfekt, um Fahrtage aufzuteilen und das Gebiet entspannt zu erleben. Die Nähe von Meer, Hügeln und Bergen macht diesen Trip selbst in wenigen Tagen abwechslungsreich.
Auch kulinarisch bleibt ihr im Wintermodus: Maccheroni alla chitarra, Scrippelle in brodo und die traditionellen Virtù teramane stehen für eine reiche, bäuerliche Esskultur.
Sannio bei Benevento
Italienisches Hinterland zwischen Geschichte und Identität
Der Sannio bei Benevento gehört zu den authentischsten Regionen im italienischen Inland – oft durchquert, aber selten wirklich entdeckt. Im Januar, weit weg von jeder Hektik, zeigt dieses Gebiet seine tiefste Identität: wellige Hügel, kleine Bergdörfer und ein Lebensrhythmus, der noch den Jahreszeiten folgt.
Startpunkt kann Benevento sein, eine Stadt mit jahrtausendealter Geschichte. Ein Spaziergang zwischen Trajansbogen, römischem Theater und Altstadt bringt euch sofort in Kontakt mit der samnitischen und römischen Vergangenheit. Danach geht es auf wenig befahrenen Hügelstraßen weiter ins Hinterland – ideal für langsames Reisen.
Unbedingt einplanen: Sant’Agata de’ Goti, spektakulär auf einem Tuffsporn gelegen. Im Januar macht die Stille im historischen Zentrum den Ort noch eindrucksvoller – mit Gassen, Aussichtspunkten und mittelalterlicher Architektur. Weiter Richtung Norden erzählen Orte wie Cusano Mutri von einem ursprünglichen, bergigen Sannio, eingerahmt von den Höhen des Matese.
Wer Natur sucht, findet im Regionalpark Matese gut begehbare Wege, auch im Winter – besonders in tieferen Lagen, wo Wälder, Weiden und offene Panoramen wechseln.
Die Küche des Sannio passt perfekt zur kalten Jahreszeit: Cicatielli, Hülsenfrüchtesuppen, Cicerchie, traditionelle Taralli und Gerichte mit lokalen Zutaten.
Valle del Sinni
Basilikata im Inland zwischen Nationalpark und Archäologie
Das Valle del Sinni gehört zu den weniger bekannten Gegenden der Basilikata – und genau deshalb ist es im Januar so faszinierend. Weit, wenig bebaut und stark naturverbunden: ideal für alle, die mit Wohnmobil, Campervan oder Caravan unterwegs sind und fernab der üblichen Routen reisen möchten.
Ein natürlicher Startpunkt ist Viggianello, ein Bergdorf am Eingang des Nationalparks Pollino. Von hier öffnen sich Blicke auf Berge, Wälder und Täler, die im Winter in ruhigen, intensiven Farben leuchten. Entlang des Tals erreicht ihr Rotonda, ein kompakter, gepflegter Ort, perfekt für einen stillen Spaziergang durch Gassen und zu Aussichtspunkten.
Ein kulturell spannender Stopp ist Policoro, wo das archäologische Museum die Geschichte der Magna Graecia und die alte Beziehung zwischen Mensch und Landschaft erzählt. Auch im Winter lädt die Ionische Küste zu langen Spaziergängen am Meer ein – ruhig, weit und ganz außerhalb der Saison.
Die lokale Küche begleitet die Route mit Spezialitäten aus der lucanischen Tradition: Lagane e ceci, Rafanata, Peperoni cruschi, rustikale Suppen und Hartweizenbrot – eine einfache, ehrliche Genusskultur.
Fazit
Weniger bekannte Ziele bedeuten, Italien mit einem anderen Blick zu erleben. Im Januar findet ihr freiere Straßen, lebendige, aber stille Orte und eine spontanere Gastfreundschaft. Es ist die ideale Zeit für langsames, bewusstes und respektvolles Reisen.
Januar ist der perfekte Monat, um ohne Eile wieder loszufahren. Kurze Wohnmobiltrips von 2 bis 4 Tagen helfen dabei, weniger bekannte Regionen zu entdecken, Landschaft wirklich zu erleben und die Freude am einfachen Reisen wiederzufinden.
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